Amateurfunksatelliten oder OSCARs


Funkverbindungen über natürliche und künstliche Himmelskörper erlauben die Reichweite von Funkverbindungen in den Frequenzbereichen über 144 MHz beträchtlich zu erhöhen, sowie Versuche mit den Ausbreitungsbedingungen im Weltall durchzuführen. Dazu dienen natürliche Himmelskörper wie Mond und Meteoriten. Diese Himmelskörper wirken gewissermassen als Spiegel im Weltall. Später wurden die natürlichen Himmelskörper durch Satelliten ergänzt. Dadurch haben die Verbindungen an Zuverlässigkeit gewonnen, dass man praktisch von professioneller Qualität sprechen kann. Der Computer leistet hier wertvolle Hilfe bei der automatischen Bahnverfolgung.

Amateurfunksatelliten oder OSCARs (Orbiting Satellites Carrying Amateur Radio) sind kleine Satelliten, die Funkamateuren zu Experimenten dienen. Am Anfang standen einfache, batteriebetriebene Bakensender mit geringer Leistung und kurzer Lebensdauer. Hier lag das Interesse vor allem darin, die Bahn des Satelliten zu verfolgen. Im Laufe der Zeit wurde die Bordausrüstung immer umfangreicher und neue Betriebsarten konnten auch bei Satelliten Anwendung finden. Amateurfunksatelliten dienen der Ausbildung und haben schon mehrmals die Kommunikation in Notlagen nach Naturkatastrophen ermöglicht. Seit einiger Zeit werden auch Kameras und wissenschaftliche Instrumente an Bord solcher Satelliten betrieben.Für den Amaterfunk sind zum Betrieb über Satellit u.a. Frequenzen im 10m-Band (29 MHz), im 2m-Band (145 Mhz), im 24cm-Band (1270 MHz) und im 13cm-Band (2400 MHz) weltweit freigegeben. In Deutschland sieht der Bandplan für den Satellitenbetrieb u.a. folgende Frequenzbereiche vor :

  • 145.800 - 146.000 MHz im 2m-Band
  • 435.000 - 438.000 MHz im 70cm-Band
  • 1260.000 - 1270.000 MHZ im 23cm-Band
  • 2400.000 - 2450.000 MHz im 13cm-Band